Agility

*** Derzeit haben wir für Anfänger einen Aufnahmestopp, da wir von Oktober bis März in der Halle trainieren. Ab April 2019 nehmen wir gerne wieder Anfragen für Schnupperstunden und Probetrainings an ***

Agility hat seinen Ursprung in England. 1978 wurde Agility während eines großen Reit- und Spring- Turniers, der Crufts, erstmalig dem Publikum als Unterhaltungsprogramm vorgeführt. Ähnlich wie im Pferdespringsport wurden für den Hund Hindernisse zu einem Parcours aufgestellt. Seitdem hat Agility soviel Begeisterung gefunden, daß es heute auf der ganzen Welt betrieben wird. Vom kleinsten Turnier bis hin zur Weltmeisterschaft erfreuen sich immer mehr Hundefreunde an diesem Sport.

Spaß, Spiel, Fun, Behendigkeit auf sechs Beinen, Freude daran haben, seine Freizeit aktiv mit seinem Hund zu gestalten, all das ist Agility. Hohe Anforderungen werden an das Team Mensch und Hund gestellt, um den Geräte-Parcours fehlerfrei, schnell und behende zu bewältigen. Grosse Hunde, Kleine Hunde, Mischlinge, Rassehund, alle gesunden Vierbeiner sind für Agility geeignet. Das Agility- Training fordert von den jungen und älteren Hundeführern und Hundeführerinnen Konzentration, Ausdauer, Geduld, Einfühlungsvermögen für die Eigenheiten des Partners Hund und Teamgeist. Anpacken ist auch gefragt, denn der Parcours muss vor dem Training aufgebaut, während dem Training umgebaut und am Ende wieder abgebaut werden.

Eine solide Grundausbildung ist auch im Agility erforderlich. Bei der Basisausbildung sollen Hund und Mensch sich besser verstehen lernen, dem Hund gutes Sozialverhalten und Gehorsam anerzogen werden. Im Agility, wie auch in allen anderen Hundesportarten gilt, ohne Gehorsam läuft nichts. Bevor das Team an einem Agilitywettkampf teilnehmen kann, muss es die „Begleithunde-Prüfung A“ (BH A), jedoch ohne Überprüfung der Schussfestigkeit des Hundes, bestehen. Diese Prüfung wird von einem Richter abgenommen.

Agility ist ein Geschicklichkeitslauf / Hindernislauf, in dem der Hundeführer seinen Hund ohne Leine und Halsband nur mit Stimme und Körpersprache durch einen Parcours mit 12 bis 20 Hindernissen je nach Prüfungsstufe führt. Die Geräte sind auf einem Sportfeld von 20 x 40 m aufgebaut. Es gibt vier Prüfungsstufen; A0, A1, A2 und A3. Die Anforderungen sind in der Agility-Prüfungsordnung festgelegt.

Im Agility unterscheidet man drei Hundegrössen, „Mini“, „Midi“ und „Standard“:

Schulterhöhe Höhe der Sprunghindernisse
Mini weniger als 35 cm 25 bis 35 cm
Midi 35 cm und weniger als 43 cm 35 bis 45 cm
Standart 43 cm und mehr 55 bis 65 cm

Die Hindernisse kann man in drei Kategorien einteilen:

Geschicklichkeitsgeräte: Slalom, Tisch, fester Tunnel Sack- / Stofftunnel
Sprunggeräte: Hürde, Reifen, Weitsprung, Bürstenhürde, Viadukt / Mauer
Kontaktzonengeräte: Schrägwand / A -Wand, Wippe, Laufdiel

Der Parcours ist nie gleich, der Richter legt den Streckenverlauf, die Reihenfolge der Hindernisse und die Gerätetypen fest. Einen Probedurchgang gibt es auf Prüfungen nicht, der Hundeführer oder die Hundeführerin prägen sich bei der Parcoursbegehung an Hand der Gerätenummern den Streckenverlauf ein.

Natürlich gibt es im Agility auch Regeln, die zu beachten sind. Eine heruntergeworfene Stange -5 Fehlerpunkte, eine Verweigerung -5 Fehlerpunkte, ein Hindernis in der verkehrten Reihenfolge führt sogar zur sofortigen Disqualifikation. Drei Verweigerungen sind ebenfalls eine Disqualifikation. Desweiteren wäre das zu frühe Verlassen eines Kontaktzonengerätes fehlerhaft. Hier muß mindestens eine Pfote des Hundes den unteren markierten Bereich berühren, und das beim Auf- und Abstieg.

Die Zeit spielt im Agility auch noch eine kleine Rolle. Wer die festgelegte Standardzeit, überschreitet, bekommt Zeitfehler dazugerechnet. Sieger ist nicht, wer die beste Zeit hat, nein, Sieger ist, wer die beste Zeit und null Fehler hat. Das hört sich jetzt alles ein bißchen viel und verwirrend an, ist es aber nicht. Wer einmal Agility mit seinem Hund ausprobiert hat, der wird davon fasziniert sein. Mit welch einer Begeisterung die Hunde im Agility arbeiten, sehen Sie, wenn Sie einmal auf einem Turnier zuschauen. Agility ist ein faszinierender Sport für jung und alt. Für viele reicht auch schon, das einfach zu sehen, damit der Funke der Begeisterung überschwappt.